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Wir rüsten auf gegen Erkältungen - Mikronährstoffe für starke Immunabwehr

 

© aamulya AdobeStock 316125514

 

Hierzulande ist doch sicher niemand mangelernährt, oder? Tatsächlich können wir mengenmäßig mehr als genug essen, also ausreichend Makro-Nährstoffe wie Eiweiße, Fette und Kohlehydrate zu uns nehmen – und trotzdem einen Mangel an Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen) entwickeln. Das kann uns gerade jetzt, wenn Erkältungs- und Infektionskrankheiten die Runde machen, teuer zu stehen kommen. 
Stress, Zeitmangel, auch Kau- und/oder Schluckbeschwerden (zum Beispiel bei älteren Menschen) können die Gründe für eine vielleicht zu einseitige und vitaminarme Ernährung sein. Personen können auch aufgrund ihrer Überzeugungen extrem kritisch bei der Auswahl von Lebensmitteln sein, bis hin zum Verzicht, wenn das Gewünschte nicht erhältlich ist. Ganz unabhängig von der individuellen Ursache für den Nährstoffmangel empfiehlt es sich, rechtzeitig gegenzusteuern, damit unser Körper gegen Infekte gewappnet ist. Bestimmte Vitamine und Spurenelemente müssen wir von außen, über die Nahrung, zuführen, da wir sie selbst nicht herstellen können.
Zu allererst denkt man beim Thema Immunabwehr wohl an Vitamin C (Ascorbinsäure). Wenn genug Zitrusfrüchte auf dem Teller landen, ist das schonmal die halbe Miete, doch auch Gemüsesorten wie Brokkoli oder das gute alte Sauerkraut liefern uns eine Menge des Antioxidans.
Ebenfalls zu den Antioxidantien werden die B-Vitamine gerechnet; sie sind wichtig für gesundes Zellwachstum (abwehrstarke Schleimhäute) und unterstützen unser Immunsystem bei der Identifikation von Krankheitserregern. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Käse, Fisch und Fleisch sind gute Vitamin-B-Lieferanten.
Die vorgenannten „Zellschützer“ wären nicht komplett ohne das Mineral Zink. Auch Zink wirkt anti-oxidativ. Ohne Zink ist die Abwehrfähigkeit unseres Körpers gegen Krankheiten eingeschränkt, unser Immunsystem kann nicht richtig funktionieren. Alles Gute aus dem Meer, auch Rindfleisch, Lamm und Geflügel, Haferflocken und Erdnüsse enthalten Zink.
Dem Vitamin D kommt eine besondere Rolle zu: Es ist nicht nur wichtig für die regelrechte Funktion unserer Abwehrzellen, sondern kann sich auch schützend in Bezug auf die Entstehung von Autoimmunerkrankungen auswirken. Die Sonne (die sich im Winter leider rarmacht) ist unser wichtigster Verbündeter bei der Produktion von Vitamin D, Lebensmittel wie Seefisch, Pilze, Eier und Käse tragen ebenfalls zur Versorgung bei.
Damit auch unsere äußerste Barriere, die Haut samt Schleimhäuten, den Krankheitserregern das Eindringen schwer macht, benötigen wir Vitamin A. Wir nehmen es meist in Form von Beta-Carotin, die in roten und orangefarbenem Gemüse und Früchten (z.B. Karotten, Tomaten, Aprikosen), aber auch beim Verzehr von Seefisch auftaucht.
Auch der Mangel an den Mineralien Kupfer, Eisen und Selen kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen.
 
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