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Vitamin D-Mangel und ADHS - möglicher Zusammenhang

 

© Tomsickova AdobeStock 291944783
 
ADHS, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, umgangssprachlich auch als „Zappelphilipp-Syndrom“ bezeichnet, wird immer häufiger bei Kindern diagnostiziert, und äußert sich meist durch übersteigerte Aktivität (Unruhe, „mangelndes Sitzfleisch“), gepaart mit Konzentrationsmangel und Impulsivität. Erwachsene sind vor dieser Störung ebenfalls nicht sicher, wenn auch deren Anteil vergleichsweise gering ist (am Häufigsten tritt ADHS im Alter von 3 bis 17 Jahren, überwiegend bei Jungen, auf). Die Auslöser für ADHS sind nicht eindeutig identifiziert, vermutet wird allerdings, dass die genetische Disposition, ein unausgeglichener Neurotransmitterhaushalt, biologische Faktoren, möglicherweise Belastungen durch Umweltgifte sowie die Ernährung zur Entwicklung dieser Problematik beitragen können. Die Selbstregulierung scheint beeinträchtigt, das macht es den Betroffenen schwer, sich ihren Aufgaben hinreichend und ausdauern zu widmen; das hat freilich Auswirkungen auf die Leistungen in Schule oder Beruf – auch das Sozialverhalten ist häufig verändert. Insgesamt beeinträchtigt ADHS die Lebensqualität bei Kindern und Erwachsenen.

Behandelt wird meist medikamentös – doch der Ernährung kommt dabei eine zunehmend bedeutendere Rolle zu, um so die Therapie schonend zu unterstützen. Grundsätzlich positiv scheint sich eine ausgewogene, mediterrane Ernährung auszuwirken – zahlreiche Untersuchungen befassen sich damit, ob und wie durch die Substitution mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen eine alternative ernährungstherapeutische Behandlung sinnvoll und effektiv sein kann.

Ein besonderes Augenmerk wird diesbezüglich auf Vitamin D gerichtet. In seiner hormonaktiven Form fördert es die für die Bildung der für die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin zuständigen Enzyme und unterstützt insgesamt die Regulierung des Dopamin-Haushalts. In Gehirn und Nervensystem befinden sich nahezu überall Vitamin D-Rezeptoren – das bloße Vorhandensein dieser Rezeptoren in allen wichtigen Hirnregionen zeigt, dass dieses Vitamin dort wohl wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Es schützt die Nerven vor Schäden, fördert ihre Regeneration und fördert die Entstehung von Nervenverbindungen sowie die Übertragung von Signalen mittels verschiedener Neurotransmitter. Daher wird Vitamin D als ein mögliches (ergänzendes) Therapeutikum nicht nur bei ADHS, sondern auch bei anderen Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems wie Autismus, Depressionen, Alzheimer oder Parkinson betrachtet. 
Die Überprüfung des Vitamin D-Spiegels beim Vorliegen von ADHS kann also durchaus sinnvoll sein.
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