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Die Treue zum Hausarzt kann das Leben verlängern

Heute hier – morgen dort … auf den Hausarzt bezogen, sollte man, wenn irgend möglich, nicht ständig „Bäumchen-wechsle-Dich“ spielen. Diese Erkenntnis sollen sogar die Untersuchungen britischer Wissenschaftler ergeben haben. Es spricht einiges dafür, dass alleine schon das Vertrauen, welches ein Patient über die Jahre oder sogar Jahrzehnte zu „seinem“ Arzt entwickelt, sich positiv auf die Gesundheit und somit auf die Lebensdauer auswirkt.
Dieses gewachsene Vertrauen scheint es den meisten leichter zu machen, regelmäßig den Weg in die Praxis zu finden sowie Routine- und Vorsorgetermine wahrzunehmen. Logisch, dass es auch leichter fällt, sich bei Beschwerden an jenen Mediziner zu wenden, der einen gut kennt und mit dem man unkompliziert reden kann – auch über scheinbar heiklere Gesundheitsthemen. Zudem wird die Therapietreue durch die Bindung zum Hausarzt gefördert, was bedeutet, das verordnete Medikamente konsequenter eingenommen werden – das ist insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes mellitus Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung.
Doch ganz abgesehen von diesen eher psychisch-emotional bedingten Vorzügen, hat es weitere ganz praktische Vorteile, seinem Hausarzt treu zu bleiben:
Da dem Arzt die Anamnese und bereits bestehende Erkrankungen seines Patienten bekannt ist, kann er leichter Zusammenhänge erkennen und Diagnosen stellen. Und dadurch, dass alle Maßnahmen, alle Medikationen, Untersuchungen, Überweisungen etc. über den Tisch des Hausarztes gehen, kann dieser bei Bedarf auch alle relevanten Informationen gesammelt weiter- oder dem Behandelten selbst übergeben. Der Hausarzt bekommt als überweisender Arzt immer einen Befund/Bericht – auf diese Weise werden Doppel-Untersuchungen vermieden und etwa im Falle einer stationären Aufnahme kann man die Berichte aus einer Hand erhalten, anstatt sie von verschiedenen Ärzten einsammeln zu müssen.
Therapien und Medikamente sind aufeinander abgestimmt; werden von mehreren Ärzten Verordnungen ausgestellt (womöglich unabhängig voneinander und ohne, dass einer vom anderen weiß) sind schädliche Wechselwirkungen vorprogrammiert.
Und nicht nur beim Arzt, sondern auch bei der Haus-Apotheke macht sich Treue bezahlt. Gerade bezogen auf Wechselwirkungen und Medikamenten-Unverträglichkeiten ist es gut, wenn sowohl Arzt als auch Apotheker ihre Stammkunden gut kennen – und erforderlichenfalls die Möglichkeit haben, sich kurzzuschließen.
 
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